Anmischen
Pulver und Flüssigkeit im Mischverhältnis mit dem Spatel
anrühren, intensiv durchmischen. Im geschlossenen
Anmischbecher während ca. 8–10 Minuten (bei einer Raum-
temperatur von 23 °C) reifen lassen.
Verarbeitungsbreite
Sobald das Material nach der Reifezeit nicht mehr klebrig
ist, kann es während ca. 20 Minuten bei 23 °C verarbeitet
werden.
– Pulver und Flüssigkeit intensiv mischen
– Anteig- und Verarbeitungsbreite sind
temperatur abhängig
Pressen
Kunststoffteig mit Überschuss in den handwarmen (ca.
40 °C) und isolierten Küvettenhälften platzieren. Küvette
vorsichtig schliessen, in der Presse mit 80 bar Druck bela-
sten und mit einem Spannbügel fixieren. Pressdruck
belassen!
Polymerisation
Die Heisspolymerisation kann nach verschiedenen Abläufen
durchgeführt werden:
Standardablauf (empfohlene Methode):
Verschlossene Küvetten in kaltes Wasser stellen, auf 100 °C
aufheizen und während 45 Minuten kochen lassen.
Varianten:
– Küvette in kaltes Wasser einsetzen, auf 70 °C aufheizen
und während 30 Minuten belassen, danach auf 100 °C
aufheizen und 30 Minuten kochen.
– Küvette in 70 °C warmes Wasser einstellen und
während 60 Minuten belassen, danach auf 100 °C auf-
heizen und 30 Minuten kochen.
– Küvette direkt in kochendes Wasser einsetzen. Nach
erneutem Aufkochen des Wassers für 40 Minuten
kochen lassen. Nur für Prothesen mittlerer Grösse
geeignet!
– Küvette in kaltes Wasser einstellen, auf 80 °C aufheizen
und während 10 Std. polymerisieren. Wärmequelle
abschalten, Küvette über Nacht im gleichen Wasserbad
abkühlen.
– Küvette für 10 Stunden bei 80 °C im Trockenschrank
poly merisieren.
Der Restmonomergehalt wird durch Erhöhen der
Polymerisationstemperatur und durch Verlängern
der Polymerisationsdauer gesenkt. Für einen mög-
lichst geringen Restmonomergehalt wird die
Standard methode empfohlen.
Restmonomergehalt nach Standardablauf: <2.2%.
Abkühlen
Küvette mindestens 30 Minuten an der Luft stehen lassen,
anschliessend in kaltem Wasser vollständig abkühlen.
Ausbetten und Ausarbeiten
Vollständig a/jointfilesconvert/1727492/bgekühlte Küvette öffnen und Gips entfernen.
Okklusionskontrolle, Ausarbeitung und Politur erfolgen in
gewohnter Weise.
Reparatur- und Korrekturmöglichkeit von
ProBase Hot:
Korrekturen und Reparaturen können mit dem Kaltpolymeri-
sat ProBase Cold in der Giesstechnik durchgeführt werden.
Dabei die jeweilige Ansatzfläche gut anrauhen und mit
Monomer be netzen.
Gefahrenhinweise
– Monomer enthält Methylmethacrylat (MMA).
– Methylmethacrylat ist leicht entzündlich und reizend
(Flammpunkt +10 °C).
– Reizt Augen, Atmungsorgane und Haut.
– Sensibilisierung durch Hautkontakt möglich.
– Hautkontakt mit Monomer und unausgehärtetem Mate-
rial vermeiden. Handelsübliche medizinische Hand-
schuhe bieten keinen Schutz gegen den sensibilisieren-
den Effekt von Methacrylaten.
– Dämpfe nicht einatmen.
– Von Zündquellen fernhalten. Nicht rauchen.
– Nicht in die Kanalisation gelangen lassen.
– Massnahmen gegen elektronische Aufladungen treffen.
Lager- und Aufbewahrungshinweise
– Material an einem kühlen, dunklen und gut belüfteten
Ort aufbewahren. Lagertemperatur 2–28 °C.
– Produkte nach Ablauf des Verfalldatums nicht mehr ver-
wenden.
– Für Kinder unzugänglich aufbewahren.
Erstellungsdatum der Verarbeitungsanleitung
08/2012
Das Material wurde für den Einsatz im Dentalbereich entwickelt und muss gemäss Verarbei-
tungsanleitung verarbeitet werden. Für Schäden, die sich aus anderweitiger Verwendung oder
nicht sachgemässer Ver arbeitung ergeben, übernimmt der Hersteller keine Haftung. Darüber hin-
aus ist der Verwender verpflichtet, das Produkt eigenverantwortlich vor dessen Einsatz auf
Eignung und Verwendungsmöglichkeit für die vorgesehenen Zwecke zu prüfen, wenn diese
Zwecke nicht in der Gebrauchsinformation aufgeführt sind.
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